Gedanken eines Schreiberlings

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Das Wort zum Sonntag

Das Wort zum Sonntag: Happy Ends in Dark Romance

Dark Romance ohne Happy End – geht das?

Kurze Antwort: Für mich nicht.

Ich komme aus dem Romance-Bereich und Happy Ends gehören für mich zum guten Ton des Genres. Ein Buch ohne Happy End fühlt sich an wie verschwendete Lebenszeit. Ich brauche das Gefühl am Ende, dass sich die Geschichte gelohnt hat – dass die Zeit, die ich ins Schreiben und ihr ins Lesen investiert habt, mit einer positiven Emotion endet.

 

Wir schlagen ein Romance-Buch doch auf, WEIL wir nach all der Dunkelheit ein positives Ende wollen. Das ist das Versprechen von Romance. Ob Dark oder … Light. g

Warum wir den Happy End brauchen

Mein Ziel in Dark Romance ist es, meinen Protagonisten so viele Steine wie möglich in den Weg zu legen. Sie sollen leiden, Schmerzen haben, emotional ausbluten. Und wenn genug geblutet, gekämpft, geflucht und gehasst wurde – dann schicke ich sie gerne ins Licht.

Dann fühlt sich das Ende erst richtig verdient an.

 

Stell dir vor, du kämpfst dich durch den Dschungel à la Indiana Jones, besiegst wilde Gegner, erreichst die Schatzhöhle – und auf dem steinernen Podest steht … nichts. Häh?! Das wäre doch sehr gemein. Das ist wie ein Überraschungsei ohne Inhalt. NIE. NIEMALS. NICHT. g

Wie dunkel darf der Weg dahin sein?

Hart, härter, emotional fordernd. Genau das wollen wir doch. Ein Wechselbad der Gefühle, eine Achterbahnfahrt, die uns nicht mehr loslässt.

Ich bin vermutlich der Inbegriff der Dark Romance Light Autorin – ich werde niemals einen Protagonisten die Hand gegen meine Prota erheben lassen. Aber das Leiden? Das darf ruhig wachsen. Meine liebe Lektorin fordert sogar noch mehr von mir. Also wenn ich mit jedem Buch weiter an deine Grenze schramme – tut mir das nicht leid. Weil genau dahin will ich. 🙂

 

Und ja, es gab Momente, wo ich dachte: Das kannst du nicht machen. Aber dann schreibe ich es trotzdem. Weil genau das Dark Romance ausmacht.

HEA vs. HFN – meine klare Meinung

Ich stehe auf HEA – Happily Ever After, bis an ihr Lebensende. Wenn ich meine Protagonisten in den Sonnenuntergang schicke, dann ist es für immer. Da könnt ihr euch sicher sein.

 

HFN – Happily For Now – fühlt sich für mich wie ein loser Faden an. Als müsste ich die Geschichte irgendwann wieder aufgreifen. Nein danke. Wenn ich eine Geschichte beende, dann ist sie beendet.

Meine eigenen Happy Ends

Jedes einzelne Happy End ist mir persönlich wichtig. Ich lebe für die Dauer des Schreibens und Überarbeitens in meinen Büchern. Sie werden zu meiner Welt, jeder Gedanke dreht sich nur um die Geschichte. Ich kann sie erst loslassen, wenn ich mit dem Happy End zufrieden bin.

 

Gibt es keines, fühlt sich das an wie ein loser Faden, der noch kein Ende gefunden hat. Unfertige Geschichten sind das Schlimmste, was man mir antun kann. Deswegen gebe ich euch das Versprechen: Jede Reihe, die ich angefangen habe, werde ich beenden. Irgendwann. 🙂

Fazit: Warum Dark Romance ohne Happy End nicht funktioniert

Die Geschichte würde sich falsch anfühlen. Wofür der ganze Stress, wenn am Ende nicht die Belohnung wartet? Das fühlt sich ein bisschen nach Betrug am Leser an. Und das mache ich nicht.

Wir gehen mit einer bestimmten Erwartungshaltung an ein Buch heran. Bücher sollen unterhalten und uns am Ende mit einem guten Gefühl zurücklassen – egal, wie emotional die Achterbahnfahrt auch war. Das ist mein Versprechen an euch. Und ich gebe alles dafür, dass es erfüllt wird.

Alles Liebe, eure Kitty